Webdesigner Jobprofil
Was ist ein Webdesigner?
Webdesigner sind verantwortlich für das Front-End — also die Benutzeroberfläche — einer Website. Sie planen diese, erstellen Content und gestalten die sichtbaren Bestandteile. Ein Webdesigner erstellt, gestaltet und kodiert Webseiten und zugehörige Anwendungen für Privatpersonen, Unternehmen und andere Einrichtungen.
Sie arbeiten mit ihren Kunden zusammen, um die technischen und grafischen Aspekte der Website oder Anwendung zu gestalten. Einige Webdesigner unterstützen ihre Kunden auch bei der Pflege ihrer Websites nach deren Fertigstellung. Da immer mehr Websites mobiltauglich sein müssen, müssen Webdesigner in der Lage sein, responsive Websites zu entwickeln.
Die Technologien ändern sich schnell — regelmäßige Weiterbildung ist daher unerlässlich. Webdesigner müssen sich gut im Internet auskennen und über solide Programmier- und Kodierkenntnisse verfügen.
Was ist das Gehalt eines Webdesigners?
Webdesigner-Gehälter wachsen in Deutschland deutlich mit der Erfahrung:
| Berufserfahrung | Monatsgehalt |
|---|---|
| <2 Jahre | ~1.570 € |
| 2–5 Jahre | ~2.090 € (+33 %) |
| 5–10 Jahre | ~3.090 € (+48 %) |
| 10–15 Jahre | ~3.770 € (+22 %) |
| 15–20 Jahre | ~4.110 € (+9 %) |
| 20+ Jahre | ~4.450 € (+8 %) |
Was sind die Aufgaben eines Webdesigners?
Kernaufgaben umfassen:
- Webseiten und zugehörige Anwendungen gestalten und kodieren
- Website-Struktur und Nutzernavigation planen
- Responsive Designs für Desktop, Tablet und Mobile erstellen
- Mit Kunden zusammenarbeiten, um Anforderungen zu verstehen und umzusetzen
- Website-Probleme debuggen und beheben
- Websites nach dem Launch pflegen und aktualisieren
- Websites für Performance und SEO optimieren
- Barrierefreiheit sicherstellen
- Mit CMS-Plattformen arbeiten, um Kunden Content-Management zu ermöglichen
Was sind Tools für Webdesigner?
Bei der Auswahl von Webdesign-Software solltest du auf folgende Funktionen achten:
- Visueller Editor: Ermöglicht visuelles Gestalten ohne direkten Code-Eingriff
- Systemkompatibilität: Kompatibel mit dem verwendeten CMS (WordPress, Webflow, etc.)
- Templates/Vorlagen: Ausgangspunkte, die das Arbeiten von Null vermeiden — eine Auswahl anpassbarer Vorlagen
- Grafiken und Schriften: Integrierter Zugang zu Schriftbibliotheken und Grafik-Tools
- Kollaborationsfunktionen: Echtzeit-Kommentare und Handoff-Tools für die Zusammenarbeit mit Entwicklern
Beliebte Webdesign-Tools:
- Figma — Design und Prototyping
- Webflow — No-Code/Low-Code Design und Publishing
- Adobe XD — UI/UX-Design
- WordPress (mit Elementor oder Gutenberg) — CMS-basiertes Design
- Sketch — Design-Tool für macOS
Welche Skills braucht ein Webdesigner?
Fachlich:
- HTML, CSS und JavaScript-Grundlagen
- CMS-Plattformen: WordPress, Webflow, Shopify
- Responsive Design und Mobile-First-Entwicklung
- Grundkenntnisse in SEO (Seitenladegeschwindigkeit, semantisches HTML, Meta-Tags)
- Grundkenntnisse in Versionskontrolle (Git)
- Barrierefreiheitsstandards (WCAG)
Softskills:
- Problemlösungskompetenz — systematisches Debuggen von Website-Problemen
- Zeitmanagement — Kundenfristen in einem schnelllebigen Umfeld einhalten
- Kundenkommunikation — Geschäftsanforderungen in Designlösungen übersetzen
- Detailgenauigkeit — visuelle Präzision über verschiedene Browser und Geräte hinweg
- Lernbereitschaft — Webtechnologien entwickeln sich rasant weiter
Was macht ein gutes Webdesign aus?
Ein effektives Website-Design sollte seinen Zweck erfüllen, indem es seine spezifische Botschaft zum Ausdruck bringt und gleichzeitig den Besucher anspricht. Es umfasst mehrere Elemente wie eine klare Struktur, Farben, Typografie, Bildsprache, Einfachheit und Funktionalität.
Viele verschiedene Faktoren beeinflussen, wie eine Website wahrgenommen wird. Eine gut gestaltete Website bewegt den Nutzer zu „bleiben” und so werden Leads generiert. Zu einem guten Nutzererlebnis gehört auch, dass das Design der Website für die Benutzerfreundlichkeit (Form und Ästhetik) optimiert ist.
Hier sind einige Leitlinien, die du bei der Planung deines nächsten Webprojekts berücksichtigen solltest.
Mehrwert
Jede gut gestaltete Website erfüllt die Bedürfnisse ihrer Besucher. Und ein klarer Mehrwert bzw. Zweck ist der beste Weg, um eine Website zu erstellen, die ein positives Nutzerfeedback generiert. Webdesigner stellen sicher, dass jede Website, jede Seite und jeder Abschnitt, an dem sie arbeiten, einen klaren und spezifischen Zweck hat. Dies kann von der Bereitstellung von Informationen und Unterhaltung bis hin zur Möglichkeit zur Interaktion und dem Abschluss einer Transaktion reichen.
Überladene und übermäßig gestaltete Websites funktionieren eher schlecht. Zu viele Elemente auf einer einzigen Seite führen nur zu Ablenkung und Verwirrung.
Ladegeschwindigkeit
Selbst wenn jeder Aspekt der Website einen Zweck erfüllt bzw. einen Mehrwert bietet, ist sie für den Benutzer praktisch nutzlos, wenn sie zu lange zum Laden braucht. Das Problem ist, dass in der schnelllebigen Arbeitswelt nur wenige Nutzer warten werden, wenn eine Website nicht sofort lädt.
Zum Glück gibt es eine ganze Reihe von Tools und Tricks, mit denen Designer und Website-Betreiber die Ladezeiten ihrer Websites verbessern können. Die Optimierung von Bildgrößen, die Zusammenfassung von Code in einer einzigen CSS- oder JavaScript-Datei und das Mining von HTML, CSS und JavaScript sind einige Möglichkeiten, die Ladezeiten von Seiten zu verbessern.
Tipp: GTMetrix ist ein nützliches Tool zur Überprüfung der Geschwindigkeit von Websites.
Kommunikation
Klare Kommunikation ist ein wichtiger Grundsatz des Webdesigns. Die Nutzer wollen schnell informiert werden, daher muss die Botschaft unabhängig vom Medium einfach und leicht verständlich sein. Bei Menüs und grafischen Elementen bedeutet dies zum Beispiel, dass die Informationen hierarchisch geordnet werden, während bei Inhalten Aufzählungspunkte und Zwischenüberschriften sinnvoll sind.
Leicht zu verstehen, aber umso schwieriger umzusetzen.
Typografie
Der Einfluss der Typografie auf den Gesamterfolg einer Website wird häufig unterschätzt.
Für den Anfang sind serifenlose Schriftarten (modern aussehende Schriften ohne dekorative Verzierungen) wie Arial, Helvetica und Verdana online am leichtesten zu lesen. Die empfohlene Schriftgröße beträgt 16 px. Ebenso sollten nicht mehr als drei Schriftarten für Überschriften, Fließtext und Elemente wie Schaltflächen verwendet werden.
Mobile Friendly
Ein mobile optimiertes Design war früher eine Zusatz-Option. Mittlerweile sind Smartphones und Tablets in der Arbeitswelt ein viel genutztes Tool. Wenn eine Website heute nicht auf mehreren Geräten und in mehreren Bildschirmgrößen verfügbar ist, wird sie es schwer haben, nicht nur Nutzer anzuziehen, sondern auch bei Google gut zu ranken. Um deine Website mobile friendly zu gestalten, fange am besten damit an, sie mit einem responsiven Layout neu aufzubauen. Alternativ kann man auch eine eigene mobile Website erstellen, die von der Hauptseite getrennt ist und speziell für mobile Nutzer optimiert wurde.
Ab da kümmern sich dann die UX-Designer um den Rest.
Wie wird man Webdesigner?
Die meisten Webdesigner haben einen Bachelor in Computerprogrammierung, Webentwicklung, Grafikdesign oder einem verwandten Fach. Selbst erlernte Webdesigner mit starken Portfolios sind in der Branche jedoch weit verbreitet und anerkannt.
Praktische Erfahrung durch Freelance-Projekte, Praktika oder persönliche Websites ist ebenso wertvoll. Ein Portfolio, das diverse Web-Projekte über verschiedene Branchen und Gerätetypen hinweg zeigt, ist für jede Webdesigner-Stelle essenziell.