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Arbeitnehmerüberlassung oder Leiharbeit bedeutet, dass ein Arbeitnehmer von einem Arbeitgeber gegen Entgelt und für einen begrenzten Zeitraum an ein Drittunternehmen überlassen wird. Erfahre hier, wie dieses Modell funktioniert und wann es für dein Unternehmen sinnvoll ist.
Jetzt Spezialisten findenArbeitnehmerüberlassung ist ein Dreiecksverhältnis zwischen drei Parteien: dem Arbeitnehmer, der Verleihfirma (Verleiher) und dem Kundenunternehmen (Entleiher). Der Arbeitnehmer hat einen Arbeitsvertrag mit der Verleihfirma, die ihn dann für definierte Zeiträume an Kundenunternehmen überlässt.
Die Verleihfirma bleibt rechtlicher Arbeitgeber — verantwortlich für Gehalt, Sozialversicherungsbeiträge und Compliance mit dem Arbeitsrecht. Das Kundenunternehmen leitet die tägliche Arbeit. Um im Rahmen einer wirtschaftlichen Tätigkeit als Verleiher aufzutreten, ist die Erlaubnis der Bundesagentur für Arbeit Voraussetzung.
Diese Struktur ist in Deutschland durch das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) geregelt, das Regeln zu maximaler Überlassungsdauer, Equal Pay und Lizenzierungsanforderungen für Agenturen festlegt. Normalerweise darf ein Leiharbeitnehmer maximal 18 Monate bei einem Entleiher tätig werden, sofern die Tätigkeit in dieser Zeit nicht für mehr als drei Monate unterbrochen wurde. In Tarifverträgen können 24 Monate als Höchstüberlassungsdauer festgelegt werden. Seit April 2017 gilt: Ist ein Leiharbeitnehmer mehr als 18 Monate in ein- und demselben Unternehmen tätig, muss der Entleiher ihn übernehmen — oder der Verleiher muss ihn abziehen.

Arbeitnehmerüberlassung wird am häufigsten in folgenden Situationen eingesetzt:
Kurzfristiger Kapazitätsbedarf
Wenn ein Projekt mehr Mitarbeiter erfordert, als aktuell beschäftigt sind, bietet Leiharbeit schnelle, rechtskonforme Entlastung. Das Engagement kann beendet werden, sobald der Bedarf nachlässt.
Vertretung bei Abwesenheit
Elternzeit, längere Krankheit oder unerwartete Kündigungen können kritische Lücken hinterlassen. Arbeitnehmerüberlassung ermöglicht es Unternehmen, diese Lücken schnell zu schließen, ohne eine Festanstellung einzugehen.
Saisonale oder projektbedingte Spitzen
Branchen mit variablem Bedarf — einschließlich IT-Projektlieferung — nutzen Leiharbeit, um die Belegschaftsgröße an die Arbeitslast anzupassen, ohne dauerhaft überzubesetzen.
Vermeidung von Kurzarbeit
Statt die Stammbelegschaft bei schwankender Auftragslage in Kurzarbeit zu schicken, können Unternehmen auf Leiharbeitnehmer setzen, die nach Ende des Einsatzes einfach an die Verleihfirma zurückgegeben werden — ohne Kündigung und ohne arbeitsrechtliche Komplexität.
Probephase vor Festanstellung
Manche Unternehmen nutzen Leiharbeit als Weg zur Festanstellung — sie testen den Kandidaten in ihrem Umfeld, bevor sie ein dauerhaftes Angebot machen.
Nach deiner Anfrage erhältst du auf Wunsch innerhalb von maximal 48 Stunden passende Profile. Mit volldigitalisierten Prozessen läuft alles wie von selbst.
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Für das Kundenunternehmen (Entleiher):
Schnelligkeit
Leiharbeitnehmer können in der Regel deutlich schneller eingesetzt werden als Festangestellte. Bei dringenden Vakanzen oder zeitkritischen Projekten ist das ein wesentlicher Vorteil.
Flexibilität
Überlassungen haben ein definiertes Enddatum. Unternehmen können ihre Belegschaft ohne die rechtliche und finanzielle Komplexität von Entlassungen vergrößern und verkleinern.
Reduzierter Verwaltungsaufwand
Die Verleihfirma übernimmt Gehaltsabrechnung, Sozialversicherungsbeiträge und arbeitsrechtliche Compliance. Kundenunternehmen profitieren von der Arbeitskraft ohne den damit verbundenen HR-Verwaltungsaufwand.
Zugang zu vorgeprüften Talenten
Seriöse Personaldienstleister pflegen Pools von Kandidaten, die bereits auf Fähigkeiten und Zuverlässigkeit geprüft wurden. Das reduziert das Risiko ungeeigneter Überlassungen.
Für den Leiharbeitnehmer:
Wechselnde Tätigkeitsfelder
Als Leiharbeitnehmer lernst du im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung neue Bereiche deiner Tätigkeit kennen, in denen du dich ausprobieren kannst. Das beugt Monotonie vor und sorgt dafür, dass deine Arbeit abwechslungsreich bleibt und du regelmäßig Neues lernst.
Krisensichere Anstellung
Als Leiharbeitnehmer wirst du durch die Verleihfirma bezahlt — unabhängig davon, ob du gerade bei einem Unternehmen eingesetzt bist oder nicht. Das bietet eine gewisse Einkommensstabilität, wenn die Auftragslage eines direkt anstellenden Unternehmens einbrechen würde.
Einfacher Berufseinstieg
Obwohl in allen Branchen vom Fachkräftemangel die Rede ist, haben es Berufseinsteiger oft schwer: Viele Unternehmen fordern mehrjährige Berufserfahrung, die nach einer Ausbildung oder dem Studienabschluss noch fehlt. Leiharbeit bietet einen praktischen Weg, erste Erfahrungen zu sammeln und sich für eine spätere Festanstellung zu empfehlen.
Nachteile im Überblick:
Unbekannte Persönlichkeit (für den Entleiher)
Bei der Auswahl von Leiharbeitnehmern muss sich das Kundenunternehmen auf die Einschätzung der Verleihfirma verlassen. Eine eigene, direkte Vorabprüfung ist kaum möglich.
Integration ins Team (für den Entleiher)
Leiharbeitnehmer kommen neu ins Team und müssen erst ihren Platz finden. Bestehende Mitarbeiter müssen sich immer wieder auf neue Kollegen einstellen und die Zusammenarbeit neu regeln. Als Unternehmen bist du gefordert, für harmonische Strukturen zu sorgen und Konkurrenz zwischen Leih- und Festangestellten zu vermeiden.
Fehlende Planungssicherheit (für den Leiharbeitnehmer)
Als Leiharbeitnehmer arbeitest du zumindest mehrere Wochen bei einem Unternehmen, doch du musst dich möglicherweise in regelmäßigen Abständen auf neue Kollegen und Arbeitsabläufe einstellen. Das erfordert ein hohes Maß an Flexibilität.
Lücken zwischen Einsätzen (für den Leiharbeitnehmer)
Nach einem abgeschlossenen Einsatz gibt es möglicherweise kein Folgeprojekt. In der Wartezeit wirst du weiterhin von der Verleihfirma bezahlt. Zeichnet sich jedoch ab, dass in absehbarer Zeit keine weiteren Anfragen kommen, wirst du dort entlassen und musst dich eigenständig um neue Arbeit kümmern.
Ja. Die wichtigste Alternative für IT-Unternehmen ist die direkte Beauftragung von Freiberuflern über eine Plattform wie ElevateX. Freiberufler sind selbstständig, was bedeutet, dass kein Arbeitsverhältnis besteht und andere Regeln gelten.
Die entscheidende Frage ist die Art der Arbeit und der Arbeitsbeziehung:
Wenn der Arbeitnehmer vollständig in den Betrieb des Kunden eingegliedert wird — Weisungen befolgt, feste Zeiten arbeitet, Kundengeräte nutzt — dann ist Arbeitnehmerüberlassung (über eine lizenzierte Agentur) das geeignete Modell. Eine direkte freiberufliche Beauftragung unter diesen Umständen riskiert eine Umqualifizierung als Scheinselbstständigkeit.
Wenn der Arbeitnehmer selbstständig arbeitet, für mehrere Auftraggeber tätig ist und eigene Werkzeuge und Urteilsvermögen einsetzt — ist eine echte freiberufliche Beauftragung der richtige Ansatz und in der Regel kostengünstiger.
ElevateX hilft Unternehmen, diese Unterscheidung zu navigieren und Engagements von Anfang an korrekt zu strukturieren.
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